Unsere Projekte
Lebensräume gestalten
Wir gestalten Lebensräume. Der Verantwortung sind wir uns bewusst – und wir sind stolz auf die Ergebnisse. Mit unserem interdisziplinären Team haben wir schon viele Herausforderungen bewältigt. Und weil sich unsere Planungen sehen lassen können, bieten wir hier einen Einblick in unsere Projekte.
Fehmarnsundquerung – Vorsorgender Bodenschutz während archäologischer Hauptuntersuchungen
Im Zuge des geplanten Neubaus des Tunnels zwischen dem Festland und der Insel Fehmarn – als Ersatz für die alte Fehmarnsundbrücke, die dem zukünftigen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen sein wird – sind wir als Partner für den vorsorgenden Bodenschutz tätig.
In den Bereichen rund um Großenbrode und auf Fehmarn haben wir etwa 220 Bohrstockkartierungen durchgeführt, um die Bodenbeschaffenheit im Detail zu analysieren. Besonders die Schwarzerde wurde dabei genau dokumentiert. Im Winter 2023 begannen dann erste archäologische Untersuchungen, die wir aus bodenschutzfachlicher Sicht begleitet haben. Aktuell finden auf den identifizierten Fundstellen Hauptuntersuchungen statt. Die Untersuchungen betreffen insgesamt vier landwirtschaftliche Flächen mit einer Größe von jeweils mehreren Hektar. Bislang wurden spannende Funde wie steinzeitliche Lagerplätze und Gruben, ein bronzezeitliches Langhaus, rituelle Feuerstellen sowie ein alter Brunnen dokumentiert.
Als Experten für Bodenschutz stellen wir sicher, dass der vorsorgende Umgang mit den betroffenen Flächen gewahrt bleibt – sowohl für die archäologische Arbeit als auch im Hinblick auf zukünftige Maßnahmen im Zuge des Tunnelbaus.

Neubau A 49 zwischen Kassel und Ohmtal Dreieck
Im Rahmen des Neubaus der Bundesautobahn A 49 zwischen Kassel und dem Ohmtal-Dreieck an der A 5 waren wir mit der Planung wesentlicher Projektbestandteile beauftragt. Die Maßnahme wurde als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) umgesetzt und stellt einen wichtigen Abschnitt des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN V) dar.
Während der Bauzeit wurde die Maßnahme unter laufendem Verkehr realisiert. Um die Leistungsfähigkeit der Verkehrsverbindungen zu gewährleisten, erfolgte eine detaillierte Bauablauf und Verkehrsphasenplanung. Diese beinhaltete die Entwicklung temporärer Verkehrsführungen, die Erstellung von Netzdiagrammen zur Darstellung der Abhängigkeiten der Teilbauleistungen sowie die zeitliche Abstimmung der Gewerke unter Berücksichtigung jahreszeitlicher Einflüsse.
Zusätzlich wurden Fachlosplanungen für Markierung, Beschilderung und Fahrzeugrückhaltesysteme integriert. Durch die enge Abstimmung mit dem Auftraggeber, den beteiligten Kommunen und Verbänden konnte eine effiziente, koordinierte und verkehrssichere Umsetzung des Projekts gewährleistet werden.
Das Projekt umfasst im Einzelnen:
• Neubau der A 49 (VKE 40) auf 17,5 km inklusive zweier neuer Anschlussstellen (Stadtallendorf & Homberg (Ohm)) sowie Umbau der A 5 zum Ohmtal-Dreieck.
• Konzeption und Auslegung von Kanälen, Kontrollschächten, Regenwasserabläufen, Durchlässen, Kleinrückhaltebecken und Abdichtungen gemäß den Vorgaben der RiStWag.
• Planung in einem sensiblen Wasserschutzgebiet, davon ca. 3,5 km in Zone II, einschließlich spezieller Schutzmaßnahmen zum Erhalt von Grund- und Oberflächengewässern.
• Entwicklung eines angepassten Entwässerungssystems, das Oberflächenwasser sammelt, vorgereinigt und gedrosselt ableitet.
• Einsatz unterschiedlicher Schutz- und Dichtungssysteme in Wasserschutzzonen II und III sowie zusätzliche Maßnahmen wie Lärmschutzwälle, Bodenverbesserungen, PWC-Anlage und Anpassungen an Bestandsstraßen.

Elbchaussee von Manteufelstraße bis Teufelsbrück in Hamburg
Der überplante Straßenzug befindet sich im Bezirk Altona. Die Elbchaussee ist eine der bedeutendsten Straßen Hamburgs, die entlang der Elbe von Altona bis Blankenese erstreckt.
Die Elbchaussee ist im Rahmen der Bauprogramme „Fuß- und Radverkehr“ und „EMS-HH“ (=Erhaltungsmanagementsystem für Hamburgs Straßen) zwischen Manteuffelstraße und Palmaille saniert worden.
Die Grundinstandsetzung der Elbchaussee erfolgte in Zusammenarbeit mit HWW, GNH und SNH. Für das Projekt wurde auch eine Machbarkeitsstudie Regenwasserbehandlung erarbeitet.
Für die geplante Bauabwicklung wurde ein Bauablaufprogramm mit Verkehrsführungskonzept erstellt. Der DTVw im Straßenzug beträgt ca. 25.000 Kfz/24h (4% Schwerverkehr).


